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Waldemar Wiora
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Lebensqualität

LEBENSQUALITÄT

Mit der Bezeichnung Lebensqualität werden Faktoren beschrieben, welche die Lebensbedingungen einer Gesellschaft ausmachen.

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Lebensqualität als subjektive Wahrnehmung eines Menschen über seine Stellung im Leben im Zusammenhang mit der Kultur und den Wertsystemen innerhalb derer er lebt und in Beziehung auf seine Ziele, seine Erwartungen sowie Standards und Anliegen definiert. Ein Faktor ist dabei der materielle Wohlstand, aber auch Bildung, sozialer Status, Chancen im Beruf, Gesundheit und Natur als Faktoren des immateriellen Wohlstands spielen eine erhebliche Rolle bei der Erfassung des Grades des Wohlbefindens. Die Lebensqualität ist eine elementare Thematik in der Gesundheitsfürsorge, der Philosophie, der Wirtschaft und Politik und der Religion. In der Forschung erkennt man in den letzten Jahren zunehmend ausgeprägte statistische Wechselbeziehungen zwischen der Lebenszufriedenheit und den genannten äußeren Faktoren. Daher scheint eine Zunahme der subjektiv wahrgenommenen Qualität des Lebens durch Optimierung dieser äußeren Faktoren möglich. 

Lebensqualität als Begriff wurde in den 1920er Jahren erstmals mit Quality of Life bezeichnet und erlangte allerdings erst in den 1970er Jahren Anerkennung. Bei der Diskussion um den Begriff wird die Meinung vertreten, dass die Lebensqualität minder eine objektive Verfügbarkeit materieller und immaterieller Dinge betrifft, sondern eher den Grad, mit welchem ein vom einzelnen Individuum wünschenswerter Zustand an psychischem, körperlichem und sozialem (Wohl)befinden real erreicht wird. Unter Betrachtung aller Faktoren erscheint es nach wissenschaftlicher Auffassung sehr schwierig, Lebensqualität als Ganzes zu erfassen. So werden bei der Ermittlung des Grades an Lebensqualität immer nur Teilbereiche über bestimmte Indikatoren abgebildet. Es ist möglich, Lebensqualität qualitativ über personenbezogene Datenerhebungen und quantitativ über gemeinschaftlich bezogene Daten zu ermitteln. Entscheidend dabei ist, dass die Parameter genügend definiert sind. Die Bestimmung der Normen dafür wird meistens kontrovers diskutiert und ist sehr konfliktintensiv. 
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Für das Sammeln und Zusammenfügen von Daten sind in erster Linie die Statistikämter zuständig. In Deutschland agieren hier die statistischen Landesämter und das Bundesamt für Statistik. Auf der Ebene der Europäischen Union übt diese Funktion das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) aus und auf der Ebene der United Nations (UN) übernimmt das die UN-Statistikkommission. Innerhalb von Eurostat wird daran gearbeitet, die Statistiken an die sich verändernden Informationsbedürfnisse anzupassen und deren Aussagekraft in Bezug auf das Wohlergehen und die nachhaltige Entwicklung zu maximieren. Eine der größten Studien zur Lebensqualität weltweiter Metropolen wird jährlich von Mercer veröffentlicht. Hierbei werden mittels 39 Faktoren, die sich wiederum in zehn verschiedene Kategorien einteilen, die Lebensbedingungen der Individuen in den Städten erhoben. Zu den Kategorien zählen unter anderen die politische sowie soziale Umgebung, ökonomische und auch soziokulturelle Bedingungen, die Gesundheit und das Gesundheitswesen, die Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten, der öffentliche Service und Verkehr, die Unterhaltung wie Restaurants, Theater oder Freizeitbetriebe, die Verfügbarkeit von Konsumgütern, die Unterkünfte im Rahmen des Wohnungswesens und die Umwelt in Bezug auf das Klima und weitere Faktoren. Anhand dieser Kategorien und Faktoren wird eine Liste der Top-10-Städte bezüglich der Lebensqualität erstellt.