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Die Gartenstadt in Dresden-Hellerau

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Die Gartenstadt in Dresden-Hellerau

Kulturdenkmal

Während Heinrich Tessenow 1911 den Auftrag für den Bau des Festspielhauses und der Platz umgebenden Schülerhäuser erhielt, beauftragte Wolf Dohrn im gleichen Jahr seinen Schwager Carl Sattler, ein großes Pensionshaus im Süden der Anlage zu errichten. Da das Gebäude als Wohn- und Ausbildungsstätte dienen sollte, war ein umfangreiches Raumprogramm zu bewältigen. Um sich in Höhe und Kubatur der Anlage Tessenows anzupassen, entwickelte Sattler ein zweigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dach und nutzbarem Erdgeschoss. Hier waren neben den Wirtschaftsräume wie Bügelzimmer, Waschküche und Vorratsräumen auch die Hausmeisterwohnung und Zimmer für Hausangestellte untergebracht. Im ersten Obergeschoss umschlossen mehrere Gesellschafts- und Verwaltungsräume sowie Zimmer für die Schüler des Dalcroze-Instituts den Zentralen Speiseraum mit Zugang zum Garten. Weitere Doppel- und Einzelzimmer mit Bädern unterm Dach waren im Wesentlichen den Lehrern vorbehalten. Weil Sattler den Auftrag erst um Mai 1911 erhielt, musste das Gebäude in äußerst kurzer Zeit bis Oktober 1911 entstehen, denn die erste Kurse des Rhythmik-Instituts Dalcroze sollten im selben Jahr stattfinden. Unter der Bauleitung von Willy Schnitzer, einem Mitarbeiter Sattlers, konnte der Bau planmäßig realisiert werden. Schnitzer selbst ließ sich 1920 als freier Architekt in Hellerau nieder. Die Pläne für die Außenanlage des Pensionshauses konnten nicht umgesetzt werden. Nach dem Unfall Wolf Dohrns und dem Weggang von Jaques-Dalcroze im gleichen Jahr, wurde das Pensionshaus von wechselnden Mietern genutzt. Heute steht das Gebäude leer. Bis 2011 gehörte es der Mathilde-Zimmer-Stiftung, die es 1925 als eine Reformschule für Mädchen erworben und bis 1935 als Rietschel-Schilling-Töchterheim geführt hatte.

Quelle: Gartenstadt Hellerau: Architekturführer, Deutsche Verlags-Anstalt, 2008

Standort Dresden

Von allen deutschen Gartenstädten ist Hellerau die Schönste

In Hellerau verbindet sich heute der historisch bedeutsame Gartenstadtgedanke mit idyllischer Ruhe, wie man sie gegenwärtig nur in kleineren Dörfern finden kann. Durch den großzügigen Grünflächenanteil, in Form von unbebauten Freiflächen und beschaulichen Parkanlagen, erscheint Hellerau dem Besucher als Symbiose zwischen "städtischem Wohnraum und naturbelassener Gemütlichkeit". Von allen deutschen Gartenstädten ist Hellerau die Schönste und darf als heutiges Flächendenkmal baulich nicht mehr verändert werden. Auf Grund dieser Tatsache kann der steigenden Wohnraumnachfrage in diesem Stadtteil von Dresden kaum noch nachgekommen werde - das Biotop ist ausverkauft.

Waldemar Wiora
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